a.) Kryptorchismus bei dem der Hoden nicht tastbar ist. Der Hoden fehlt entweder ganz oder liegt in der Bauchhöhle (Bauchhoden)
b.) Leistenhoden. Der Hoden steckt in der Leiste und ist dort tastbar.
c.) Gleithoden. Der Hoden liegt in der Leiste und kann in den Hodensack gedrückt werden. Er schlüpft jedoch wieder nach oben.
d.) Pendelhoden bedarf keiner Behandlung. Der Reflex des Hodenhebermuskels ist nur stark ausgeprägt, so dass der Hoden angezogen wird, jedoch sofort wieder in den Hodensack wandert.
Das wichtigste ist die Untersuchung des Kindes. Zumeist kann man den Hoden tasten. Ultraschall gibt Gewissheit und kann die genaue Größe des Hodens bestimmen. Sollte kein Hoden tastbar sein kann man eine Kernspintomografie der Bauchhöhle zur Hodensuche machen. Selten wird man eine Bauchspiegelung durchführen müssen.
Therapie:
Bis spätestens Ende des 2. Lebensjahres sollten beide Hoden im Hodensack sein. Man wird in der Regel Ende des ersten Lebensjahres mit der Therapie beginnen. Es gibt die Hormontherapie und die Operation. Die Hormontherapie ist mit einigen Einschränkungen der sinnvolle erste Schritt der Therapie. Das Präparat heißt KRYPTOKUR (GnRH - Gonadotropin Releasing Hormon) und ist ein Nasenspray. Eine weitere Möglichkeit, Hormone zu verabreichen ist die Injektion von HCG (Human-Chorion-Gonadotropin) im Wochenabstand. Nach einigen Wochen wird der Erfolg überprüft. Sollten nach der Hormontherapie der Hoden oder die Hoden nicht im Hodensack sein, muß man zur Operation raten. Diese wird in Allgemeinnarkose durchgeführt.