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AKH - Abteilung Kinderchirurgie
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Gastritis

Sowohl beim Erwachsenen als auch beim Kind ist die Gastritis mit dem Vorhandensein einer Helicobacter pylori-infektion assoziiert.

Als Richtlinien zur Diagnostik und Therapie stehen uns die Empfehlungen der ESPGHAN zur Verfügung.

 

Tabelle 1: *ESPGHAN-Konsensus H.pylori im Kindesalter:

 

  • H.pylori verursacht eine chronische Gastritis im Kindesalter.
  • H.pyori ist assoziiert mit Magen- und Duodenalulzera.
  • Eradikation von H.pylori führt zur Ausheilung einer Gastritis.
  • Eradikation führt zur Langzeitheilung des Duodenalenulkus.
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    Diagnostik und Therapie:

  • Im Kindesalter besteht keine spezifische Klinik, die für das Vorliegen einer H.pylori-Infektion typisch ist bzw. eine Screening-Untersuchung bei Kindern mit dyspeptischen Beschwerden rechtfertigt.
  • Die Suche nach bzw. der Nachweis einer H.pylori-Infektion sollte nur dann erfolgen, wenn die Symptome eine Eradikationstherapie rechtfertigen.
  • Die Gastroduodenoskopie ist die empfohlene Untersuchung bei Kindern mit dyspeptischen Beschwerden.
  • Serologische Nachweisverfahren sind im Kindesalter ungeeignet.
  • Der 13C-urea-Atemtest ist eine verlässliche diagnostische Methode.
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    *ESPGHAN: European Society for Pediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition


    Bei Kinder mit anhaltenden sog. dyspeptischen Beschwerden (unklare Oberbauchschmerzen) ist eine Gastroduodenoskopie (Magenspiegelung) empfehlenswert. Hierbei kann durch die Probenentnahme nicht nur der Nachweis einer Helicobacter pylori-assozierten Gastritis gestellt werden, sondern sogleich auch eine Probe für ein Antibiogramm. Damit können wir auch gegebenenfalls eine bestehende Antibiotikaresistenz nachweisen.
    Vorgehen: Ihr Kind erhält in unserer Ambulanz (mittwochs) in Allgemeinnarkose eine Magenspiegelung und kann 3-4h später nach Hause entlassen werden. 7-10 Tage später erfolgt ein neuerlicher ambulanter Kontrolltermin zur Befundbesprechung. Liegt eine Magenentzündung mit dem Bakterium Helicobacter pylori vor, wird eine entsprechende Antbiotikatherapie eingeleitet.

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